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Hallo.

Mein Name ist Okka.
Dieses Blog handelt von
den Dingen, die ich liebe – Büchern, Filmen, Mode,
Beauty, Kochen, Reisen.
Und vom Leben mit meinen beiden Töchtern in Berlin. 
Schön, dass du hier bist. 

EIN SERIEN-GUIDE FÜR DUNKLE TAGE

EIN SERIEN-GUIDE FÜR DUNKLE TAGE

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Ich weiß nicht, wie es euch gerade geht, ich könnte nur im Bett liegen, Serien glotzen und essen. Deshalb kommen hier ein paar meiner Lieblingsserien der letzten Monate und Rezepte, die zu ihnen passen. Vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei…

„Call the Midwife – Der Ruf des Lebens” (Netflix)

Worum geht´s?

Um eine Gruppe von Hebammen, die Ende der 50er-Jahre zusammen mit einer Gruppe von Nonnen im Nonnatus-Kloster lebt. Sie versorgen die schwangeren Frauen im Londoner East End und helfen ihnen bei ihren Geburten. Gut zu tun haben sie aber auch mit sich selbst.

Warum ich diese Serie so mag:

Weil „Call the Midwife” die Wärmflasche unter den Serien ist. Die Geschichten sind mal brüllkomisch und mal todtraurig, machen einen aber immer weltversöhnter. Und weil man die Hebammen mit jeder Folge noch ein bisschen lieber mag. Chummy mit ihrem Riesenherz zum Beispiel. Und Schwester Evangelina mit ihrer Riesenklappe.

Dazu gibt´s:

Etwas Wärmendes. Linsensuppe mit Zitrone.

„Happy Valley” (Netflix)

Worum geht´s?

Um eine Kleinstadt-Polizistin aus West Yorkshire, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, den Mann wieder hinter Gitter zu bringen, den sie für den Selbstmord ihrer Tochter verantwortlich macht.

Warum ich diese Serie so mag:

Weil sie den Menschen dieser Kleinstadt unter die Haut kriecht. Man beginnt, ihre Ängste zu verstehen, ihre Wut, ihre Hoffnungslosigkeit, ihre Sehnsüchte. Und man kann nicht abschalten, obwohl „Happy Valley” düster und schonungslos ist. Und trotzdem berührt. Sehr sogar.

Dazu gibt´s:

Nervennahrung. Nachos mit Hühnchen.

„Good Girls Revolt” (Amazon Prime)

Worum geht´s?

Die Redaktion eines Nachrichtenmagazins Ende der 60er-Jahre. Die Frauen recherchieren, führen Interviews, schreiben Texte, die Männer veröffentlichen sie unter ihrem Namen. Arbeit gibt´s viel, Respekt gibt es keinen. Bis sich die Reporterinnen verbünden, um gegen das Magazin zu klagen.

Warum ich diese Serie so mag:

Weil es toll ist, diesen Frauen beim Wachsen und Mutigwerden zuzusehen und dabei, wie sie für ihre Rechte kämpfen. Und weil die Geschichte auf den Memoiren von Lynn Povich basiert, die 1970 zusammen mit 45 anderen Journalistinnen das Magazin Newsweek verklagte, um für die Gleichstellung von Frauen in der Redaktion zu kämpfen. Mit Erfolg.

Dazu gibt´s:

 Powerfood: Spaghetti mit Avocado-Pesto. 

„The Affair” (Amazon Prime)

Worum geht´s?

Um die Affäre von Alison, einer Kellnerin in Montauk, und Noah, einem Lehrer und Schriftsteller aus Brooklyn.

Warum ich diese Serie so mag:

Weil sie so außergewöhnlich und gut gemacht ist, denn die Geschichte der beiden wird doppelt erzählt. Einmal aus der Perspektive von Noah, dann aus der von Alison. Manchmal stimmen beide Versionen überein, manchmal unterscheiden sie sich ein wenig oder sehr. Und erzählen so auch immer davon, wie unterschiedlich wir Beziehungen, Situationen und Menschen wahrnehmen und wie Erinnerungen von dem eingefärbt sind, was wir glauben (wollen).

Dazu gibt´s: 

Schokoladenkuchen.

„The Crown” (Netflix)

Worum geht´s?

Um Elisabeth II. und wie es dazu kam, dass sie 1952 mit 26 Jahren den Thron bestieg. Von diesem Tag an zählt nur noch die Pflicht. Und die Krone.

Warum ich diese Serie so mag:

Ehrlich gesagt war das hier eher Liebe auf den zweiten Blick. Die ersten drei Folgen haben mich überhaupt nicht gekriegt. Was ich gar nicht mehr verstehen kann, denn als ich letzte Woche noch einmal von vorne angefangen habe, fand ich „The Crown” sehr fesselnd und lehrreich (komisches Wort, trifft hier aber wirklich zu). Tolle Schauspieler, tolle Dialoge, tolle Ausstattung. Perfekt für einen regnerischen Sonntagnachmittag.

Dazu gibt´s:

 Tee, Scones und Gurkensandwiches.

„The Returned” (Netflix)

Worum geht´s?

In eine französische Kleinstadt in den Bergen kehren Menschen zurück, die schon tot sind: ein Mädchen, das bei einem Busunfall ums Leben gekommen ist, ein junger Mann, der am Tag vor seiner Hochzeit überfahren worden ist, ein Junge, der 35 Jahre zuvor erschossen worden ist. Plötzlich sind sie wieder da. Versuchen, wieder in ihr altes Leben hineinzufinden, aber das Leben der Lebenden ist weitergegangen.  

Warum ich diese Serie so mag:

Weil sie Fragen stellt, die sonst nie gestellt werden. Wie geht Weiterleben? Wie geht Überleben? Was sind die Lebenden den Toten schuldig? Und was die Toten den Lebenden?

Dazu gibt´s:

 Trostessen. Das Süßkartoffel-Curry von Yotam Ottolenghi.

Wovon kriegt ihr denn gerade nicht genug? Freu mich über eure Tipps.

Fotos: The Crown/Netflix, The Affair/Amazon Prime Video, Good Girls Revolt/Amazon Prime Video, Happy Valley/Ben Blackall, Netflix.

DREI MONATE ZU VIERT

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DORINA HARTMANN UND MAREN WILL VON MARA MEA IM GESPRÄCH

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